M3.1 Fussverkehr

Innerorts ist der Fussverkehr vor allem für kurze Distanzen die schnellste Möglichkeit zur Ortsveränderung und oft ist er Zubringer zu Bahn, Bus und Tram. Ein erhöhter Fussverkehrsanteil entlastet den Verkehr auf Strasse und Schiene, wovon der Wirtschaftsverkehr profitiert. Zu Fuss gehen fördert zudem die Gesundheit.
Der Fussverkehr soll als siedlungsgerechte, umweltschonende und raumsparendste Verkehrsart konsequent gefördert werden sowie zur Reduktion des motorisierten Pendler- und Freizeitverkehrs bei gleichzeitiger Erhöhung des Anteils des ÖV und des Veloverkehrs beitragen. Das klare Ziel ist die Förderung des Fussverkehrs mittels Bereitstellung eines sicheren, attraktiven und direkten Fuss- und Wanderwegnetzes sowie verkehrsberuhigter Wohnquartiere. Dies beinhaltet auch die Erhöhung der Aufenthaltsqualität für Menschen im Strassenraum. Mit dem Teilrichtplan Fuss- und Wanderwege besteht eine umfassende Grundlage für die mittel- bis langfristige Sicherstellung angemessener Infrastruktur. Dieser ist mit dem kantonalen Richtplan abgestimmt.

Strategie / ST
3, 5 und 11

Leitsätze
16, 18, 19, 28, 39, 40, 41 und 46

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Planungsgrundsätze / Planungsanweisungen

  1. Es ist ein dichtes, sicheres, direktes und attraktives Fusswegnetz zu den wichtigen Zielen und Quellen im Siedlungsgebiet sowie ein abwechslungsreiches und sicheres Wanderwegnetz ausserhalb des Siedlungsgebietes sicherzustellen.
  2. Fussgängerquerungen und -verbindungen sind sicher zu gestalten, insbesondere auch über und entlang von verkehrsorientierten Strassen.
  3. Der motorisierte Verkehr ist in Wohnquartieren, insbesondere zugunsten der Fussverkehrssicherheit und der Wohnqualität, zu beruhigen und auf ein Minimum zu reduzieren.
  4. Schulwege und Zugänge zu öffentlichen Bauten sowie zu Park- und Grünanlagen sind insbesondere für den Fussverkehr sicher zu gestalten.
  5. Die Verkehrsanlagen des Fussverkehrs sind hindernisfrei auszugestalten.
  6. Die Zugänge zu den Haltestellen des öffentlichen Verkehrs und zu öffentlichen Bauten und Anlagen sind direkt und behindertengerecht auszugestalten.
     

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  Örtliche Festlegungen (in Richtplankarte) Koordinationsstand
a) Fussgängerzonen und -achsen in der Innenstadt Festsetzung
b) Fuss- und Veloverbindung Erlenmatt Festsetzung
c) Fuss- und Velobrücke Zolli Zwischenergebnis
d) Fuss- und Veloverbindung St. Johanns-Park – Huningue (Rheinpromenade) Festsetzung
e) Verbesserte Zugänglichkeit Badischer Bahnhof Zwischenergebnis
f) Fuss- und Veloverbindung Hafen Kleinhüningen/Klybeck Festsetzung
g) Fuss- und Velobrücke Dreiländereck Vororientierung
h)

Fuss- und Velobrücke Dreispitz – Güterbahnhof Wolf

Vororientierung
i) Fuss- und Velowege Dreispitz Festsetzung
j) Fussverbindung Bäumlihofstrasse – Rankstrasse (Hirzbrunnen-Promenade) Zwischenergebnis
k) Fuss- und Veloverbindung Friedrich Miescher-Strasse – Theodor Herzl-Strasse Festsetzung
l) Fusswegverbindung Friedhofweg – Kettenackerweg Vororientierung
m) Fuss- und Veloverbindung bei Schwarzwaldbrücke über den Rhein Vororientierung
n) Fuss- und Veloverbindung St. Alban –Wettstein (Sevogelbrücke) Vororientierung
o) Fuss- und Veloweg Bad. Bahnhof – Grenzach-Wyhlen Vororientierung
p) Riehen/Lörrach: Steg Gewerbekanal/Mühleteich Vororientierung
q) Neue Gleisfeldquerung West am Bahnhof SBB Vororientierung

Massnahmen / Details zu den örtlichen Festlegungen

a) Fussgängerzonen und -achsen in der Innenstadt

Vervollständigung des Fussgänger-Y zwischen dem Aeschenplatz resp. der Heuwaage und dem Messeplatz; Erweiterung des fussgängerfreundlichen Verkehrsregimes für die Gross- und Kleinbasler Innenstadt.


b) Fuss- und Veloverbindung Erlenmatt

Neue Verbindung durch das Entwicklungsgebiet Erlenmatt auf der Strecke Schwarzwaldallee – Brombacherstrasse zur internen Quartiererschliessung.


c) Fuss- und Velobrücke Zolli

Verbindung über den Zoo (ehemals Fuss- und Velobrücke SNCF genannt) zwischen dem Gundeldinger- und dem Bachletten-Quartier; dient der Verbesserung der Verbindung zwischen Basel-West und dem Bahnhof SBB. Naturschutzanliegen werden im Rahmen der Projektierung angemessen berücksichtigt. Die Massnahme ist mit dem allfälligen Ausbau der Elsässerbahn Bahnhof SBB – St. Johann abzustimmen.


d) Fuss- und Veloverbindung St. Johanns-Park – Huningue (Rheinpromenade)

Neue Fuss- und Veloverbindung entlang des Rheins im Zusammenhang mit der Verlegung des Rheinhafens St. Johann.


e) Verbesserte Zugänglichkeit Badischer Bahnhof

Die Fusswegverbindungen zwischen Erlenmatt, Schoren, Surinam, dem Claraspital und der Tramhaltestelle zu den Perrons der DB AG sind nicht optimal. Es sind deshalb geeignete Verbesserungsmassnahmen umzusetzen (z.B. Perronunterführungen verlängern oder dauernd öffnen, Schaffen direkter Treppenabgänge zu Strassenunterführungen).


f) Fuss- und Veloverbindung Hafen Kleinhüningen/Klybeck

Verbindung entlang des Rheins; dient der besseren Anbindung der Kleinbasler Fusswege und Velorouten an das Dreiländereck (siehe Projekt Fuss- und Velobrücke Dreiländereck – Zoll Friedlingen). Naturschutzanliegen werden im Rahmen der Projektierung angemessen berücksichtigt.


g) Fuss- und Velobrücke Dreiländereck

Sinnvolle Fortsetzung der Verbindung vom Unteren Rheinweg zum Westquai in Richtung Dreiländerbrücke zwischen Weil am Rhein / Friedlingen und Huningue mit einer Brücke über die Hafeneinfahrt. Naturschutzanliegen werden im Rahmen der Projektierung angemessen berücksichtigt.


h) Fuss- und Velobrücke Dreispitz – Güterbahnhof Wolf

Verbindung über das Gleisfeld des Bahnhofs SBB im Bereich der Entwicklungsgebiete Dreispitz und Güterbahnhof Wolf zur Schliessung einer grossräumigen Lücke im Fusswegnetz.

i) Fuss- und Velowege Dreispitz

Verbesserung der Verbindung zwischen Gundeldinger-Quartier und Wolfgottesacker / St. Jakob sowie zwischen der Haltestelle Dreispitz (Irène Zurkinden-Platz) und der Wien-Strasse; zu prüfen ist zudem eine Verbesserung der Fusswegverbindung zwischen Dreispitz und dem Naherholungsgebiet Brüglingen, insbesondere auch zum Merian-Park (Botanischer Garten).


j) Fussverbindung Bäumlihofstrasse – Rankstrasse (Hirzbrunnen-Promenade)

Neue, direkte Verbindung zwischen Bäumlihofstrasse und Rankstrasse entlang der Bahngleise als direkte Fortsetzung der Hirzbrunnen-Promenade. Naturschutzanliegen werden im Rahmen der Projektierung angemessen berücksichtigt.


k) Fuss- und Veloverbindung Friedrich Miescher-Strasse – Theodor Herzl-Strasse

Neue direkte Verbindung entlang Friedmatt zwischen Theodor Herzl-Strasse und Friedrich Miescher-Strasse. Naturschutzanliegen werden im Rahmen der Projektierung angemessen berücksichtigt.


l) Fusswegverbindung Friedhofweg – Kettenackerweg

Neue direkte Fusswegverbindung zwischen Friedhofweg und Kettenackerweg als Fortsetzung des Heinrich Heusser-Weges.


m) Fuss- und Veloverbindung bei Schwarzwaldbrücke über den Rhein
 

Neue attraktive LV-Verbindung zwischen Gross- und Kleinbasel parallel zur Schwarzwaldbrücke. Das Vorhaben steht im Zusammenhang mit der Kapazitätssteigerung A2 Osttangente, Verzweigung Hagnau bis Schwarzwaldtunnel.


n) Fuss- und Veloverbindung St. Alban –Wettstein (Sevogelbrücke)

Neue Fuss- und Veloverbindung zwischen dem St. Alban-Quartier und dem Wettstein-Quartier über den Rhein.


o) Fuss- und Veloweg Bad. Bahnhof – Grenzach-Wyhlen 

Sichere und direkte Verbindung zwischen dem Bad. Bahnhof und Grenzach-Wyhlen im Korridor der sich zurzeit ausser Betrieb befindlichen Gütergleise.


p) Riehen/Lörrach: Steg Gewerbekanal/Mühleteich

Sichere und direkte Verbindung abseits der Lörracherstrasse über die Grenze in Schul- und Einkaufsgebiet von Lörrach.


q) Neue Gleisfeldquerung West am Bahnhof SBB

Bestandteil des TRP Velo (siehe Planbeilage) mit folgendem Text: Verbesserung der Querungssituation für den Fuss- und Veloverkehr und bessere Anbindung des Gundeldinger Quartiers an die Innenstadt. Die Massnahme ist mit dem Ausbau Gleis-und Publikumsanlagen Bahnhof SBB (Massnahme M 1.1/d) und mit der Studie neue Perronerschliessung abzustimmen.