M3.2 Veloverkehr

Innerorts ist der Veloverkehr für viele Wege die schnellste Möglichkeit zur Ortsveränderung und oft ist er Zubringer zu Bahn, Bus und Tram (Bike & Ride). Ein erhöhter Veloverkehrsanteil entlastet den Verkehr auf Strasse und Schiene, wovon der Wirtschaftsverkehr profitiert. Zudem fördert das Velofahren die Gesundheit.


Der Veloverkehr soll als siedlungsgerechte, umweltschonende und raumsparende Verkehrsart konsequent gefördert werden sowie zur Reduktion des motorisierten Pendler- und Freizeitverkehrs bei gleichzeitiger Erhöhung des Anteils des ÖV und des Fussverkehrs beitragen. Das klare Ziel ist die Förderung des Veloverkehrs mittels rascher Vervollständigung des Veloroutennetzes – unterschieden in ein Basis- und ein Pendlerroutennetz –, verkehrsberuhigter Wohnquartiere sowie der Bereitstellung geeigneter Veloabstellplätze und begleitender Massnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Mit dem Teilrichtplan Velo besteht eine umfassende Grundlage für die mittel- bis langfristige Sicherstellung angemessener Veloinfrastruktur. Dieser ist mit dem kantonalen Richtplan abgestimmt.

Strategie / ST
3, 5 und 11

Leitsätze
16, 18, 19, 28, 40, 41 und 46

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Planungsgrundsätze / Planungsanweisungen

  1. Es ist aus allen Quartieren und umliegenden Gemeinden, Kantonen und Ländern ein dichtes und attraktives Netz für den Veloverkehr zu den wichtigen Zielen und Quellen sicherzustellen.
  2. Das Veloroutennetz deckt die Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen im Veloverkehr ab.
  3. Auf verkehrsorientierten Strassen und an Knoten sind, wo notwendig, bauliche und/oder betriebliche Massnahmen zugunsten der Sicherheit des Veloverkehrs zu treffen.
  4. Wohnquartiere sind für den Veloverkehr durchlässig zu gestalten
  5. Es sind genügend und qualitativ gute Veloabstellplätze anzubieten (vor allem an den Bahnhöfen und in der Innenstadt). Die Abstellplätze sollen gut zugänglich sein und sich in der Nähe der Hauptziele (z.B. Perrons) befinden. In Ergänzung dazu sind dezentrale kleinere Abstellflächen wichtig.
  6. Betriebliche und Unterhaltsmassnahmen garantieren eine hohe Verfügbarkeit der Veloinfrastruktur.
  7. Es sind begleitend zu den baulichen und betrieblichen Massnahmen auch Massnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zu treffen, welche die Förderung des Veloverkehrs unterstützen.
     

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  Örtliche Festlegungen (in Richtplankarte) Koordinationsstand
a) Velostation Badischer Bahnhof Festsetzung
b) Fuss- und Velobrücke Zolli Zwischenergebnis
c) Fuss- und Veloverbindung St. Johanns-Park – Huningue (Rheinpromenade) Festsetzung
d) Fuss- und Veloverbindung Hafen Kleinhüningen/Klybeck Festsetzung
e) Fuss- und Velobrücke Dreiländereck Vororientierung
f) Fuss- und Veloverbindung Erlenmatt Festsetzung
g) Fuss- und Velobrücke Dreispitz – Güterbahnhof Wolf Vororientierung
h) Fuss- und Velowege Dreispitz Festsetzung
i) Fuss- und Veloverbindung Friedrich Miescher-Strasse – Theodor Herzl-Strasse Festsetzung
j) Veloverbindung Lange Erlen Festsetzung
k) Fuss- und Veloverbindung bei Schwarzwaldbrücke über den Rhein Vororientierung
l) Fuss- und Veloverbindung St. Alban –Wettstein (Sevogelbrücke) Vororientierung
m) Fuss- und Veloweg Bad. Bahnhof – Grenzach-Wyhlen Vororientierung
n) Riehen/Lörrach: Steg Gewerbekanal/Mühleteich Zwischenergebnis
o) Velostation Süd am Bahnhof SBB Zwischenergebnis
p) Velostation West am Bahnhof SBB Vororientierung
q) Velostation Ost am Bahnhof SBB* Vororientierung
r) Velostationen Regionalschwerpunkt Innenstadt* Vororientierung
s) Neue Gleisfeldquerung West am Bahnhof SBB Vororientierung
* nicht in Richtplankarte

Massnahmen / Details zu den örtlichen Festlegungen

a) Velostation Badischer Bahnhof

Die Veloabstellplatz-Situation am Bad. Bahnhof wird auf das nötige Angebot mit bedürfnisgerechten Abstellplätzen ausgebaut.


b) Fuss- und Velobrücke Zolli

Die Verbindung über den Zoo (ehemals Fuss- und Velobrücke SNCF genannt) zwischen dem Gundeldinger- und dem Bachletten-Quartier dient der Verbesserung der Verbindung zwischen Basel-West und dem Bahnhof SBB. Naturschutzanliegen werden im Rahmen der Projektierung angemessen berücksichtigt. Die Massnahme ist mit dem allfälligen Ausbau der Elsässerbahn Bahnhof SBB – St. Johann abzustimmen.


c) Fuss- und Veloverbindung St. Johanns-Park – Huningue (Rheinpromenade)

Neue Fuss- und Veloverbindung entlang des Rheins im Zusammenhang mit der Verlegung des Rheinhafens St. Johann.


d) Fuss- und Veloverbindung Hafen Kleinhüningen/Klybeck

Die Verbindung entlang des Rheins dient der besseren Anbindung der Kleinbasler Fusswege und Velorouten an das Dreiländereck (siehe Projekt Fuss- und Velobrücke Dreiländereck). Naturschutzanliegen werden im Rahmen der Projektierung angemessen berücksichtigt.


e) Fuss- und Velobrücke Dreiländereck

Sinnvolle Fortsetzung der Verbindung vom Unteren Rheinweg zum Westquai in Richtung Dreiländerbrücke zwischen Weil am Rhein / Friedlingen und Huningue mit einer Überbrückung der Hafeneinfahrt. Naturschutzanliegen werden im Rahmen der Projektierung angemessen berücksichtigt.


f) Fuss- und Veloverbindung Erlenmatt

Neue Verbindung durch das Entwicklungsgebiet Erlenmatt auf der Strecke Schwarzwaldallee – Brombacherstrasse zur internen Quartiererschliessung.


g) Fuss- und Velobrücke Dreispitz – Güterbahnhof Wolf

Verbindung über das Gleisfeld des Bahnhofs SBB im Bereich der Entwicklungsgebiete Dreispitz und Güterbahnhof Wolf zur Schliessung einer grossräumigen Lücke im Veloroutennetz.


h) Fuss- und Velowege Dreispitz

Verbesserung der Verbindung zwischen Gundeldinger-Quartier und Wolfgottesacker / St. Jakob sowie zwischen der Haltestelle Dreispitz (Irène Zurkinden-Platz) und der Wien-Strasse.


i) Fuss- und Veloverbindung Friedrich Miescher-Strasse – Theodor Herzl-Strasse

Neue direkte Verbindung entlang Friedmatt zwischen Burgfelderstrasse und Friedrich Miescher-Strasse. Naturschutzanliegen werden im Rahmen der Projektierung angemessen berücksichtigt.


j) Veloverbindung Lange Erlen

Neue Verbindung vom Eingang des Tierparks (Erlenparkweg) bis vor den Wiesendamm, dann entlang des Wiesendammes Richtung Riehen.


k) Fuss- und Veloverbindung bei Schwarzwaldbrücke über den Rhein

Neue attraktive LV-Verbindung zwischen Gross- und Kleinbasel parallel zur Schwarzwaldbrücke. Das Vorhaben steht im Zusammenhang mit der Kapazitätssteigerung A2 Osttangente, Verzweigung Hagnau bis Schwarzwaldtunnel.


l) Fuss- und Veloverbindung St. Alban – Wettstein (Sevogelbrücke)

Neue Veloverbindung zwischen dem St. Alban-Quartier und dem Wettstein-Quartier über den Rhein.


m) Fuss- und Veloweg Bad. Bahnhof – Grenzach-Wyhlen

Sichere und direkte Verbindung zwischen Bad. Bahnhof und Grenzach-Wyhlen im Korridor der sich zurzeit ausser Betrieb befindlichen Gütergleise.


n) Riehen/Lörrach: Steg Gewerbekanal/Mühleteich

Sichere und direkte Verbindung abseits der Lörracherstrasse über die Grenze in Schul- und Einkaufsgebiet von Lörrach.


o) Velostation Süd am Bahnhof SBB

Die Veloabstellplatz-Situation auf der Südseite des Bahnhofs SBB wird auf das künftige nötige Angebot mit bedürfnisgerechten Abstellplätzen ausgebaut.


p) Velostation West am Bahnhof SBB

Die Veloabstellplatz-Situation auf der Nordseite des Bahnhofs SBB wird auf das künftige nötige Angebot mit bedürfnisgerechten Abstellplätzen ausgebaut.


q) Velostation Ost am Bahnhof SBB

Die Veloabstellplatz-Situation auf der Ostseite des Bahnhofs SBB im Bereich der alten Postpasserelle wird auf das künftige nötige Angebot mit bedürfnisgerechten Abstellplätzen ausgebaut.


r) Velostationen Regionalschwerpunkt Innenstadt

Mit Velostationen in den möglichen Bereichen Heuwaage, Aeschenplatz, Petersplatz, Barfüsserplatz / Theater, Marktplatz / Schifflände und Claraplatz werden einerseits Komfort- und Sicherheitsansprüche der Velofahrenden befriedigt als auch stadtgestalterische Möglichkeiten durch die Aufhebung von Einzelanlagen geschaffen. Die möglichen Standorte decken sämtliche Innenstadt-Zufahrten ab und sollen wo sinnvoll auch mit künftigen Haltestellenzugängen zum geplanten Herzstück der Regio-S-Bahn Basel koordiniert werden.


s) Neue Gleisfeldquerung West am Bahnhof SBB

Verbesserung der Querungssituation für den Fuss- und Veloverkehr und bessere Anbindung des Gundeldinger Quartiers an die Innenstadt. Die Massnahme ist mit dem Ausbau Gleis- und Publikumsanlagen Bahnhof SBB (Massnahme M 1.1/d) und mit der Studie neue Perronerschliessung abzustimmen.
 

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