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Kanton Basel-Stadt

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S1.2 Schwerpunkte der Siedlungs- und Stadtentwicklung

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Navigationspunkt aufgeklappt: Unterseiten sichtbar S1 Siedlungsstruktur
S1.1 Siedlungsentwicklung, Siedlungsgebiet (Baugebiet)
S1.2 Schwerpunkte der Siedlungs- und Stadtentwicklung
S1.3 Hochhäuser
S1.4 Siedlungsgliedernde Freiräume
S1.5 Fahrende
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S1.2 Schwerpunkte der Siedlungs- und Stadtentwicklung

Zur Förderung der Standortattraktivität, Entwicklungsfähigkeit und Konkurrenzfähigkeit von Basel(-Stadt) als Kernstadt eines Metropolitanraumes werden Teile im Siedlungsgebiet, die vorab zugunsten einer Siedlungsentwicklung nach innen zu unterstützen sind, als «Schwerpunkte der Siedlungs- und Stadtentwicklung» bezeichnet. Diese sind entsprechend der zukunftstauglichen, polyzentrischen Siedlungsstruktur von Basel-Stadt vornehmlich auf den öffentlichen Verkehr und optimal auf das Strassenverkehrsnetz auszurichten.

Die Schwerpunkte sind hinsichtlich der Stärkung der eigenen Identität unter Berücksichtigung historischer und kultureller Werte und Bestände zu entwickeln. Die hochwertige städtebauliche Qualität ist durch entsprechende Verfahren (Wettbewerbe), die Integration in das städtische Umfeld durch geeignete Projektorganisationen unter Beteiligung von Behörden, Unternehmen und Grundeigentümern zu sichern.

Siedlungsstrukturelle Schwerpunkte an Umsteigeknoten (Bahnhöfe)
Den Bahnhöfen kommt siedlungsstrukturell heute schon eine hohe Bedeutung zu. Durch Optimierung der Verkehrs- und Umsteigebeziehungen – u. a. durch Sicherung der erforderlichen Flächen für Parkand Rail (P+R), Bike and Rail (B+R) und Fahrräder – sowie mittels Stärkung der Zentrenbildung kann ihre Drehscheibenfunktion gestärkt werden. Die Trennwirkung der Bahnhöfe zwischen Stadtteilen ist zu vermindern, die Aufenthaltsqualitäten und die Verbindungen für den Langsamverkehr zur Innenstadt sind zu verbessern.

Untergeordnete siedlungsstrukturelle Schwerpunkte (S-Bahn-Haltestellen)
Durch gute Integration der Haltestellen in das städtische Umfeld, vorteilhafte Wegebeziehungen, attraktive Ausgestaltung der Aussenräume und weitere Funktionsoptimierungen kann die S-Bahn als regionales Verkehrsnetz gestärkt und das Umfeld der Haltestellen für Siedlungsentwicklung gefördert werden.

Schwerpunkte Mischgebiete
Als «Schwerpunkte Mischgebiete» gelten Gebiete oder Infrastrukturflächen an gut erschlossenen Lagen im Umfeld übergeordneter städtischer Erschliessungsachsen, die aufgrund ihrer zum Teil extensiven Nutzung das Potenzial aufweisen für eine sich gegenseitig stützende Entwicklung von Wirtschaft, Gewerbe, Wohnen, Kultur und Freizeit.
(Begriff «Mischgebiet» s. Einleitung E4 Zu den Inhalten des kantonalen Richtplans)

Schwerpunkte Wohnen
Die «Schwerpunkte Wohnen» ergänzen die bestehende Siedlungsstruktur; ihre Entwicklung ist abhängig von überörtlicher Koordination. Mit ihnen soll mit angemessenen Bebauungsdichten das ungenügende Angebot an grosszügigen Wohnungen an attraktiven Lagen verbessert werden – als ein Beitrag zur Stärkung der Wohnfunktion der Kernstadt. Den (halb-) privaten Freiräumen ist dabei eine hohe Bedeutung beizumessen.
Die «Schwerpunkte Wohnen an Randlagen» befinden sich im Übergangsgebiet zu Grünräumen. Sie sind grösstenteils unbebaut, extensiv und monofunktional genutzt. Arealinterne Erschliessungen fehlen zumeist.
Die «Schwerpunkte Wohnen in Ergänzung zu Wohnquartieren» liegen verkehrsgünstig an Hauptverbindungsachsen. Die Nutzung ihrer Potenziale kann die Entwicklung der Quartiere und das Schaffen von neuem Wohnraum lokal stärken.

Regio-S-Bahn Innenstadttunnel (Herzstück)
Insbesondere mit dem Vorhaben Regio-S-Bahn Innenstadttunnel (Herzstück) würden die siedlungsstrukturellen Schwerpunkte besser verknüpft.

Strategie / ST
1, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 11 und 12

Leitsätze
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10, 14, 15, 20, 26, 27, 29, 37 und 43


Planungsgrundsätze / Planungsanweisungen


1.Die Schwerpunkte der Siedlungs- und Stadtentwicklung sind so zu entwickeln, dass sie unter Wahrung historischer und kultureller Werte und Bestände zu hochwertigem Lebens-, Wohn- und Wirtschaftsraum (u. a. mit Orientierung an der 2000-Watt-Gesellschaft) führen. Städtebauliche Qualität ist durch entsprechende Verfahren zu sichern, Planungsprozesse sind durch Trägerschaften, an denen der Kanton lenkend partizipiert, oder durch Private Public Partnership zu verstärken.

2.a) Siedlungsstrukturelle Schwerpunkte an Umsteigeknoten sind
  • als Drehscheiben mit wichtigen Verkehrsbeziehungen und attraktiven Mobilitätsangeboten bei gleichzeitiger Verbesserung der Aufenthaltsqualitäten zu fördern;
  • hinsichtlich Langsamverkehr an die Innenstadt optimal anzubinden und in ihrer Trennwirkung zwischen Quartieren zu mindern;
  • als wirtschaftliche Impulsgeber zu nutzen, indem ihre Zentrumsfunktionen gestärkt werden.
b) Entwicklung Badischer Bahnhof: Eine Strategiegruppe untersucht die Potenziale und entwickelt ein Konzept zur Ausbildung der Zentrumsfunktionen unter Beteiligung der Bahnbetreiber, der Verwaltung, der ansässigen Unternehmer, der Nutzer und der Bevölkerung der Umgebung.

3. Untergeordnete siedlungsstrukturelle Schwerpunkte sind
  • funktionsgerecht in das Umfeld zu integrieren; dieses wiederum ist auf die Haltestellen mit ihren Verknüpfungspotenzialen (mit Bevorzugung des Langsamverkehrs) auszurichten, wobei Nutzungsart und -dichte der Areale in der näheren Umgebung zu überprüfen sind;
  • mit guten Wegebeziehungen und durchdachter Aussenraumgestaltung attraktiv zu machen.

4.Schwerpunkte Mischgebiete sind
  • mit Verdichtungen im Bereich wirtschaftlicher Aktivitäten und beispielhaften städtebaulichen Gestaltungen als integrale Stadtteile zu entwickeln; Wirtschaft, Gewerbe, Wohnen, Kultur und Freizeit sollen sich dabei gegenseitig unterstützen und durch Immissionen wenig beeinträchtigen;
  • in ihrem Potenzial durch ggf. höhere Bebauungsdichten, lokal variierende Nutzungsarten, optimale Arealerschliessungen, integrierte Versorgungsmöglichkeiten, Schaffen von Freiraumqualitäten sowie gute ÖV- und Langsamverkehrsverbindungen zu steigern.

5.Schwerpunkte Wohnen sind
  • unter Beachtung angemessener Bebauungsdichten und der Freiraumqualitäten vorab für neuen Wohnraum zu nutzen;
  • wo nötig, ausreichend mit dem ÖV, für den Langsamverkehr und für den motorisierten Individualverkehr zu erschliessen.


Örtliche Festlegungen (in Richtplankarte) Koordinationsstand


a)


Siedlungsstrukturelle Schwerpunkte an Umsteigeknoten (Bahnhöfe)


a1) Bahnhof SBB Ausgangslage
a2) Badischer Bahnhof Zwischenergebnis
a3) Bahnhof St.Johann Festsetzung


b)


Untergeordnete siedlungsstrukturelle Schwerpunkte


b1) Dreispitz, S-Bahn-Haltestelle Festsetzung
b2) Niederholz Riehen, S-Bahn-Haltestelle Festsetzung
b3) Riehen Dorf, S-Bahn-Haltestelle Ausgangslage
b4) Stettenfeld, Riehen Nord, S-Bahn-Haltestelle Vororientierung


c)


Schwerpunkte Mischgebiete


c1a) Dreispitz Festsetzung
c1b) Standort Bernoulli-Walkeweg Vororientierung
c2) Gebiete Klybeckquai und Rheinquai Zwischenergebnis
c3) Stettenfeld Riehen Zwischenergebnis
c4) Niederholz Riehen Zwischenergebnis


Option

c5) Gebiet Westquai (zu Hafenbecken 1) Vororientierung


d)


Schwerpunkte Wohnen


d1) Stadtabschluss Nordwest Vororientierung
d2) Stadtabschluss Ost Vororientierung
d3) Spitalareal Felix Platter Zwischenergebnis



Massnahmen / Details zu den örtlichen Festlegungen

a) Siedlungsstrukturelle Schwerpunkte an Umsteigeknoten (Bahnhöfe)
Die drei Bahnhofsgebiete befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien.

a1) Bahnhof SBB
Die konflikthaltige Vielzahl an Nutzungen, Funktionen und Besuchern bedingt die Zusammenarbeit von Bahnbetreibenden, Gewerbe und Wirtschaft.
Unter den mangelhaften Langsamverkehrsverbindungen zur Innenstadt ist insbesondere die Achse Nauenstrasse / Heuwaage durch gestalterische und verkehrstechnische Massnahmen attraktiv zu machen.

a2) Badischer Bahnhof
Der Badische Bahnhof ist durch Ausbildung der Zentrumsfunktion zu stärken. Bei der Untersuchung der Potenziale ist das Augenmerk auf die Bedürfnisse der Anwohner (inkl. der potenziellen = u. a. Erlenmatt), der ansässigen Unternehmer bis hin zur Messe Basel, der Pendler, Einkaufenden und Messebesucher zu richten.

a3) Bahnhof St.Johann
Der Bahnhof weist durch die Lage im Quartier und durch die Nähe zu hochverdichteten Arbeitsplatzgebieten ein grosses Einzugsgebiet auf. Die Zentrenbildung (Quartierschwerpunkt im äusseren St.Johann) soll mit entsprechenden Nutzungsangeboten (sowohl für Wohnen als auch für das Gewerbe) unterstützt werden.

b) Untergeordnete siedlungsstrukturelle Schwerpunkte

(siehe auch M1.2 Regio-S-Bahn)

b1) Dreispitz, S-Bahn-Haltestelle
Im Hinblick auf das zu entwickelnde Gebiet Dreispitz soll das Umfeld der S-Bahn-Haltestelle einen optimalen Zugang bieten und Dienstleistungsunternehmen, Gewerbebetrieben und Anwohnern die Möglichkeit geben, sich in nächster Nähe zum ÖV anzusiedeln.

b2) Niederholz Riehen, S-Bahn-Haltestelle
Das Gesamtkonzept Niederholz koordiniert unter Einbezug der umliegenden neuen Baugebiete – Zusammenwirken von Wohnen, Dienstleistung und Gewerbe – die angestrebte und durch die S-Bahn-Haltestelle Niederholz verstärkte Zentrumsentwicklung – unter Wahrung des Quartierbildes.

b3) Riehen Dorf, S-Bahn-Haltestelle
Neben der Aufwertung der S-Bahn-Haltestelle (mit guter Verknüpfung an den Bahnhof SBB) soll mit einem Entwicklungskonzept das Hauptzentrum Riehens aufgewertet werden.

b4) Stettenfeld, Riehen Nord, S-Bahn-Haltestelle
Gedacht wird an eine neue S-Bahn-Haltestelle Stettenfeld Nord / Lörracherstrasse im Zusammenhang mit der Entwicklung des Gebietes Stettenfeld Riehen. Auch eine allfällige Siedlungsgebietserweiterung im Bereich des optionalen Suchraumes Oberfeld würde dadurch profitieren.

c) Schwerpunkte Mischgebiete
(Begriff «Mischgebiet» s. Einleitung E4 Zu den Inhalten des kantonalen Richtplans)

c1a) Dreispitz
Das Gewerbe- und Industrieareal Dreispitz wird in seinen Entwicklungsgebieten (Schwerpunkt Mischgebiete) – entsprechend dem Entwurf des Teilrichtplans Dreispitz (2006) und einem städtebaulichen Rahmenvertrag mit der Grundeigentümerin – innert der nächsten 25 Jahren zu einem urbanen Agglomerationsteil transformiert. In den bezeichneten Gebieten wird eine wesentliche Verdichtung angestrebt, geprägt von hoher städtebaulicher Qualität. Die Mischnutzung mit deutlichem Wohnanteil erlaubt Nutzungen für Arbeit, Kultur und Bildung. Im Bereich des Freilagers (Münchenstein) baut der Kanton Basel-Stadt die Hochschule für Gestaltung und Kunst (FHNW). Für die zusätzlichen Arbeitsplätze und Wohnungen sollen die ÖV- und Langsamverkehrserschliessung verbessert, Grün- und Freiräume aufgewertet werden. Gleichzeitig ist die ökologische Qualität zu steigern.
Die Umsetzung erfolgt durch nutzungsplanerische Verfahren und begleitende Verträge, in enger Abstimmung mit den angrenzenden reinen Arbeitsgebieten (vgl. S2.1 Wirtschaftliche Schwerpunktgebiete, f) Dreispitz).

c1b) Standort Bernoulli-Walkeweg
Das direkt an die S-Bahn-Haltestelle Dreispitz angrenzende Gebiet – zwischen Werkhöfen, Bahnareal und dem Friedhof gelegen, genutzt vor allem als Familiengartenareal – hat als Raum durch die S-Bahn-Haltestelle Dreispitz an Attraktivität gewonnen. Er zeichnet sich durch seine sehr gute Erschliessung und durch attraktive Freiraumangebote in der unmittelbaren Umgebung aus (Botanischer Garten Brüglingen, Wolfgottesacker).
Mittelfristig werden die Flächen der angrenzenden BVB-Werkstätten durch Verlagerung frei, zudem besteht für die benachbarten Flächen der SBB hin zum Lokdepot am Walkeweg Planungsbedarf.
Das Potenzial dieses «untergeordneten siedlungsstrukturellen Schwerpunkts» liegt in der Kombination von Wohn- und Arbeitsnutzungen in Verbindung mit den Verkehrsträgern am Dreispitz; um dieses Potenzial zu eruieren, sind qualitative städtebauliche Verfahren wie Ideenwettbewerbe u. ä. durchzuführen.
Die Umnutzung der Familiengärten kann dabei entsprechend den Vorgaben (s. S4.2 Familiengärten), die Umsetzung durch nutzungsplanerische Verfahren erfolgen.

c2) Gebiete Klybeckquai und Rheinquai
Das bisher grösstenteils der Hafenwirtschaft dienende Gebiet soll in Abstimmung mit den Entwicklungsoptionen und -möglichkeiten der Betreiber langfristig in Richtung eines urbanen Stadtteils transformiert werden. Im Gebiet des Rheinquais soll die bereits eingesetzte Entwicklung mit Gastronomie- und Kulturbetrieben gestärkt werden. Die Areale des Klybeckquais sollen mit einer die wirtschaftlichen Anforderungen und Chancen berücksichtigenden Planung wertschöpfungsintensiv genutzt werden.
Ziel ist ein von Störungen und Immissionen unbeeinträchtigtes Nebeneinander von Wirtschaft, Gewerbe, Kultur, Freizeit und, soweit möglich,Wohnen – in Abstimmung mit den Entwicklungsoptionen und -möglichkeiten der Hafenbetreiber und mit den umliegenden Quartieren Klybeck und Kleinhüningen, die in den Entwicklungsprozess einzubeziehen sind. Diese Hafen- und Stadtentwicklungsstrategie ist in Zusammenarbeit von Grundeigentümerin (Schweizerische Rheinhäfen ff.), dem Bau- und Verkehrsdepartement und Wirtschaftsakteuren zu erarbeiten. Die Umsetzung erfolgt via Nutzungsplanung und begleitenden Verfahren.

c3) Stettenfeld Riehen
Das an Deutschland angrenzende Gebiet – für den motorisierten Individualverkehr von Süden zu erschliessen – soll entwickelt werden; vorgesehen ist eine Mischnutzung von Wohnen, Arbeiten und Freizeit, wobei sich das Gebiet nur bedingt für Arbeitsnutzungen eignet. Allenfalls bietet es sich für ein Modellquartier an im Sinne der 2000-W-Gesellschaft. Neben den städtebaulichen sollen auch die landschaftlichen und ökologischen Qualitäten des Gebietes an Wert gewinnen, indem Erholungs- und Freiräume mit den umliegenden Naturräumen vernetzt werden.

c4) Niederholz Riehen
Das bereits optimal an den ÖV angeschlossene Quartier verfügt über eine eigene Infrastruktur (Verkaufsflächen, Poststelle), die mit der hohen Wohnqualität das Quartier insbesondere für Familien attraktiv macht. Räume für die Zentrumsnutzung sollen gesichert, die neue S-Bahn-Haltestelle Niederholz Riehen soll gut an das Langsamverkehrsnetz angebunden werden. Auch das potenzielle Baugebiet Landauer ist dabei zu berücksichtigen. Um das Quartierbild zu wahren, soll eine ortsbezogene Differenzierung der Geschosszahlen und der angestrebten Wohntypen (Eigentums- / Mietwohnungsbau) gesichert werden.

Als Schwerpunkt Mischgebiet, im Sinne einer langfristigen Option, gilt:
c5) Gebiet Westquai (zu Hafenbecken 1)
Das Gebiet des Westquais dient der Hafenwirtschaft. Die bestehenden Baurechte, die bis zum Jahr 2029 laufen, werden nicht verlängert. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen die bestehenden Nutzungen zu möglichst hochwertigen, hafenaffinen Nutzungen weiterentwickelt werden. Die schrittweise Transformation bedingt eine Definition der gewünschten langfristigen Entwicklung (Wirtschaft, Gewerbe, Kultur, Freizeit und, soweit möglich, Wohnen). Dementsprechend sollen die hafenwirtschaftlichen und städtebaulichen Entwicklungsplanungen gemäss c2) diesen Arealteil miteinschliessen.
Zwingende Voraussetzung für die Ablösung der hafenaffinen Nutzungen ab 2030 bildet die rechtzeitige zur Verfügungstellung von geeigneten Ersatzarealen an anderen Standorten.

d) Schwerpunkte Wohnen
Unterschieden werden Gebiete an Randlagen des Siedlungsgebiets und Gebiete, die bestehende Wohnquartiere ergänzen.

Für die Potenziale attraktiver Wohnlagen sind angemessene Bebauungsdichten vorzusehen und die Aussenraumqualitäten mit Bezug zu den Grün- und Freiräumen zu stärken. In den Randlagen des Siedlungsgebietes ist die Einbettung der Bauten in das Landschaftsbild zu beachten, um die Attraktivität des Gesamtraumes nicht zu beeinträchtigen.

Schwerpunkte Wohnen an Randlagen:
d1) Stadtabschluss Nordwest
Das am nordwestlichen Stadtrand zu Frankreich gelegene Gebiet ist durch ein Konglomerat unterschiedlicher Nutzungen geprägt, die sich städtebaulich und funktionell kaum aufeinander beziehen («Rückseitencharakter» zur Landesgrenze).
Eine zusammenhängende städtebauliche Gestaltung und eine Nutzung der geplanten Naherholungsmöglichkeiten jenseits der Landesgrenze (im künftigen Agglomerationsquartier und TEB-Landschaftspark Nordwest) erfordert die grenzüberschreitende Aufwertung und Vernetzung des Gebiets. Im Planungsperimeter bestehen gute Voraussetzungen für familienfreundliches, teilweise mit privaten Freiräumen ausgestattetes Wohnen. Eine durchgehende, öffentliche Freiraumverbindung aus der Stadt in den künftigen Landschaftspark Nordwest ist zu ermöglichen. Für die Umnutzung von Familiengärten siehe die Vorgaben in S4.2 Familiengärten.

d2) Stadtabschluss Ost
Teilweise räumliche Überlagerung mit S1.1 Siedlungsentwicklung, Siedlungsgebiet (Baugebiet), b) Gebiet Rheinäcker Basel / Riehen

Unter der Präferenz von Wohnen mit Bezug zum Rhein sind die Potenziale und Synergiemöglichkeiten mit Sport- und Naherholungsmöglichkeiten zu eruieren und qualitätssichernde Verfahren durchzuführen. Für die Nutzungen im Umfeld (Sport, Naherholung, Familiengärten und ökologische Vernetzung) sind in sorgfältiger Abstimmung aller Ansprüche die Räume zu sichern.

Schwerpunkte Wohnen in Ergänzung zu Wohnquartieren:
d3) Spitalareal Felix Platter
Zielsetzung ist eine möglichst vollständige, zumindest aber mehrheitliche Nutzung zu Wohnzwecken. Ein Entwicklungskonzept unter Berücksichtigung der mittelfristigen Spitalplanung soll zu qualitätssichernden Verfahren führen.