S5.1 Bauten, Anlagen und Betrieb der Universität (Sachplanung Universität)

Ausgangslage

Für den Lehr- und Forschungsstandort Basel sind die Ziele, die bis 2020 erreicht werden sollen, wie folgt definiert:
Der Lehr- und Forschungsstandort Basel, mit den Eckpfeilern Universität und Universitätsspital, Fachhochschule Nordwestschweiz und ETH-Zentrum für Biosysteme, gehört zu den führenden Wissenszentren Europas. Die gemeinsam mit dem Kanton Basel-Landschaft getragene Universität gehört mit über 13’000 Studierenden in ihren Schwerpunktdisziplinen zu den 50 besten Hochschulen der Welt. Der Lehr- und Forschungsstandort Basel zählt zu den führenden Innovationszentren in den Bereichen Life Sciences, Medizinische Forschung und Kulturwissenschaften.
Diese Zielsetzungen erfordern mehr und auf die Bedürfnisse der Universität zugeschnittenen Raum. Die derzeitige Vielzahl der universitären Standorte erschwert eine effiziente Raumnutzung. Mit modernen und in das urbane Umfeld eingebundenen Campusarealen sollen Synergien gefördert und das universitäre Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt werden. Die von der Universität für die Lösung dieser Probleme zusammen mit den beiden Trägerkantonen entwickelte Raumstrategie beansprucht mehrere Jahre. Als Provisorien müssen deshalb Einmietungen in Fremdliegenschaften (z.B. Jakob Burckhardt-Haus) in Kauf genommen werden.

Trends

Die Zahl der Studierenden an der Universität Basel ist in den vergangenen vier Jahren um 30% gestiegen, mit der heutigen Anzahl von Studierenden ist die strategisch angestrebte Grösse bald erreicht.

Erwünschte Wirkung

Die räumlichen Entwicklungsszenarien zur Unterstützung der universitären Entwicklungsstrategie können weiterverfolgt, differenziert und umgesetzt werden. Für die Deckung des zunehmenden Raumbedarfs der Hochschulen auf Grund höherer Studierendenzahlen müssen die Partnerkantone neue attraktive Standorte definieren, um den für die Stärkung des Lehr- und Forschungsstandorts notwendigen Raum anbieten zu können.

Strategie / ST
4 und 8

Leitsätze
23 und 24

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Planungsgrundsätze / Planungsanweisungen

  1. Entsprechend dem prognostizierten Wachstum der Studierendenzahlen und der Strategie der Universität ist im Rahmen der zusammen mit dem Kanton Basel-Landschaft eingerichteten Projektstruktur das Raumangebot für die Universität zu erhöhen und zu optimieren.
  2. Die Universität ist an möglichst wenigen Standorten zu konzentrieren.
  3. Es sind in Absprache mit dem Kanton Basel-Landschaft Standorte zu entwickeln, welche über die kritische Mindestgrösse und damit genügend standortinternes Synergiepotenzial verfügen, um einen optimalen Betrieb der Universität und Anpassungen an künftige Bedürfnisse zu garantieren.
  4. Universitäre Einrichtungen müssen sowohl mit dem öffentlichen Verkehr als auch mit dem Fuss- und Veloverkehr sehr gut erreichbar sein.
  5.  

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Örtliche Festlegungen (in Richtplankarte) Koordinationsstand
a) Campus Schällemätteli Festsetzung
b) Campus Petersplatz Zwischenergebnis

Massnahmen / Details zu den örtlichen Festlegungen

a) Campus Schällemätteli
Partnerschaftlicher Projektierungsratschlag Juni 2009 sowie Bebauungsplan Hochschulareal St. Johann «Campus Schällemätteli» für die Standortentwicklung. Entwicklung von Neubauprojekten auf Basis von Wettbewerben für die Life Science-Aktivitäten der Universität: im südlichen Arealteil mit einem Neubauprojekt für das Biozentrum (35'000 m2), einem Neubauprojekt für das ETH-Institut (27'500 m2) sowie Instandsetzung des Bestands oder Neubauprojekt (41'000 m2) (Biozentrum, Pharmazentrum) sowie im nördlich Arealteil mit Neubauprojekten in drei Etappen bis 2029 (58'000 m2).

b) Campus Petersplatz
Areal- und Projektentwicklungen, damit die Geistes- und Kulturwissenschaften um den Petersplatz herum (Kollegiengebäude mit zentralen Diensten und Hörsälen) konzentriert werden können.
 

 

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