S3.2 Freizeit- und Sportgebiet St. Jakob

Das Gebiet «Parklandschaft St.Jakob» entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten auf einer Fläche von ca. 95 ha (mehrheitlich in Basel-Landschaft) zu einer der grössten Sport- und Freizeitanlagen Europas («Campus Sport»). Die Sportanlagen umfassen im Kanton Basel-Stadt das Fussballstadion St.Jakob-Park (40’000 Sitzplätze), im Kanton Basel-Landschaft die St.Jakobshalle (9’000 Sitzplätze), die St.Jakob-Arena (6’000 Sitzplätze), die Pferdesportanlage Schänzli, das Gartenbad St.Jakob sowie die Sportanlagen St.Jakob mit unter anderem 18 Fussballfeldern und einem Leichtathletikstadion. Die ersten drei Anlagen sind im Nationalen Sportanlagenkonzept (NASAK) aufgeführt; sie haben damit nationale und internationale Bedeutung.

In der Parklandschaft, die rund 42 ha umfasst, befinden sich – teils mit den Sportanlagen verwoben – die Erholungs- und Freizeitanlagen des Merian Parks (inkl. Botanischer Garten) und der Stiftung im Grünen, das Birsufer sowie der landwirtschaftliche Betrieb Brüglingerhof. Diese von einem regionalen Publikum besuchten Anlagen bilden ein breit gefächertes Erholungsangebot und sind von (zum Teil nationaler) Bedeutung hinsichtlich Kultur- und Naturwerten. In den nicht überbauten Gebieten fördert die Gemeinde Birsfelden Trinkwasser.

Für alle Sportanlagen stehen ca. 1’800 feste Parkplätze zur Verfügung. Im Eventfall können durch Verkehrsmanagement rund 4’500 Parkplätze geschaffen werden. Die lokale Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist gut, die regionale und überregionale verbesserungsbedürftig.

Für die bestehenden Anlagen besteht zum Teil ein Aufwertungsbedarf. Im Gebiet St.Jakob ist ein weiterer Ausbau des Sportzentrums im Gange, in der Umgebung finden Entwicklungen statt oder sind vorgesehen (Dreispitz, Wolf, Schänzli).

Mit der Inbetriebnahme der Sportanlagen St.Jakob-Park und St.Jakob-Arena sowie mit der Zunahme an Veranstaltungen hat sich das Verkehrs- und Parkierungsproblem im Grossraum St.Jakob verschärft. Erhebliche Auswirkungen zeigen sich nicht nur bei der gleichzeitigen Auslastung aller Sportstätten, sondern auch bei einzelnen Events; räumlich – zumal die Strasseninfrastruktur keine wesentliche Veränderung erfuhr – bis weit in die umliegenden Quartiere hinein. Die Anlagen sind als verkehrsintensive Einrichtungen zu taxieren.

Unter der Federführung der Regionalplanungsstelle beider Basel erarbeiteten die beiden Kantone mit den betroffenen Gemeinden – unter Beteiligung externer Planer – im Jahre 2002 den Aktionsplan «Parklandschaft St.Jakob», der Massnahmen zur Verbesserung vor allem der verkehrlichen Situation beinhaltet: Künftige Nutzungen sollen nur zugelassen werden, wenn diese kein zusätzliches Verkehrsaufkommen an motorisiertem Individualverkehr erzeugen. Verschiedene Massnahmen des Aktionsplans sind umgesetzt oder wurden eingeleitet.

Grundsätzlich ist bei der weiteren Entwicklung die Primärfunktion der Brüglinger Ebene als Freizeit- und Erholungsgebiet zu wahren.

Strategie / ST
5 und 11

Leitsätze
21, 23, 27, 28, 30, 35, 37 , 41, 43 und 47

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Planungsgrundsätze / Planungsanweisungen

  1. Der Kanton Basel-Stadt wirkt im Rahmen seiner partnerschaftlichen Möglichkeiten darauf hin, dass der Kanton Basel-Landschaft zusammen mit den betroffenen Gemeinden das Sportgebiet St.Jakob zu einem attraktiven, vorwiegend mit dem ÖV und dem Fuss- und Veloverkehr sehr gut erreichbaren Sportzentrum von nationaler Bedeutung aufwertet; die Primärfunktion der Brüglinger Ebene als Freizeit- und Erholungsgebiet ist dabei zu wahren, die Natur- und Landschaftswerte sind zu sichern.
  2. Die verkehrliche Anbindung ist insbesondere mit Blick auf Grossveranstaltungen zu optimieren, wobei ÖV und Langsamverkehr den Hauptanteil des Verkehrs bewältigen sollen.

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Örtliche Festlegungen (in Richtplankarte)

Festsetzung Freizeit- und Sportgebiet St.Jakob als kantonaler Schwerpunkt Sport (Teil Basel-Stadt)

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