M2.1 Nationalstrassen

Die Nationalstrassen sind Teil des übergeordneten Strassennetzes und ermöglichen sichere, leistungsfähige und wirtschaftliche Transporte. Sie sind deshalb in erster Linie nach den Anforderungen des fliessenden Verkehrs auszurichten. Aufgrund der prognostizierten Verkehrszunahmen werden sich die teilweise bereits heute in Erscheinung tretenden Überlastungen verschärfen. Um den Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten und damit negative Auswirkungen auf das nachgeordnete Strassennetz und auf die Quartiere zu verhindern oder zu reduzieren, sind entsprechende Massnahmen notwendig.
Weiter gilt es, die Lärmemissionen dieser stark befahrenen Achsen zu reduzieren, um die Wohnlichkeit der angrenzenden Quartiere zu erhöhen.
 

Strategie / ST
8 und 11

Leitsätze
21, 40, 43, 45 und 46

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Planungsgrundsätze / Planungsanweisungen

  1. Der internationale Güter- und Personentransit auf der Strasse sowie die wichtigsten Verkehrsbeziehungen des Agglomerationsverkehrs werden über die Nationalstrassen der Nordwestschweiz abgewickelt.
  2. Durch ein gezieltes Verkehrsmanagement soll der Bund in Abstimmung mit dem Kanton die Kapazität der Nationalstrassen möglichst optimal ausschöpfen.
  3. Der gezielte Ausbau des Nationalstrassennetzes ist mit dem Bund, den betroffenen Kantonen und dem Ausland abzustimmen. Der Ausbau erfolgt durch den Bund.
  4. Der Kanton stimmt alle Projekte mit relevanten Auswirkungen auf den Verkehrsfluss im Nationalstrassenperimeter bzw. mit baulichen Eingriffen an den Nationalstrassen mit dem Bund ab.
     

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  Örtliche Festlegungen (in Richtplankarte) Koordinationsstand  
a) Kapazitätssteigerung A2 Osttangente, Verzweigung Hagnau
bis Schwarzwaldtunnel, und Tieferlegung / Einhausung A2
Zwischenergebnis
b) ABAC, Autobahnanschluss Basel-City,
Gellertdreieck Bahnhof SBB – Birsig (Gundeldinger-Tunnel)
Zwischenergebnis
c) Anschluss Rheinhafen Kleinhüningen an die Nationalstrasse N2 Festsetzung

Massnahmen / Details zu den örtlichen Festlegungen

a) Kapazitätssteigerung A2 Osttangente, Verzweigung Hagnau bis Schwarzwaldtunnel, und Tieferlegung / Einhausung A2

Im Bereich Wiesekreisel bis Gellertdreieck und in Richtung Hagnau zeichnen sich zunehmend kritische Verhältnisse wegen Überlastung und ungünstiger Anordnung der Ein- und Ausfahrtsspuren ab, welche zu gefährlichen und leistungssenkenden Spurwechseln führen. Derzeit werden Lösungskonzepte zur Verbesserung der Situation erarbeitet. Insbesondere werden tiefliegende Linienführungen untersucht, welche die heutige Trennwirkung abschwächen sowie die Lärm- und die Luftbelastung in den angrenzenden Quartieren senken sollen. Je nach gewähltem Lösungsansatz sollen die an der Oberfläche verbleibenden Teile der A2 überdeckt bzw. eingehaust werden, um die umliegenden, stark belasteten Wohngebiete und das Bethesda-Spital vor dem Verkehrslärm und der Luftbelastung zu schützen. Gleichzeitig kann die städtebaulich unerwünschte Trennwirkung reduziert werden. Die Federführung zur Kapazitätserweiterung liegt beim Bund, der das Projekt mit den betroffenen Kantonen und dem Ausland abstimmen soll.


b) ABAC, Autobahnanschluss Basel-City, Gellertdreieck Bahnhof SBB – Birsig (Gundeldinger-Tunnel)

Dieser Nationalstrassenabschnitt schafft die Verbindung zwischen dem Gellertdreieck und dem Bereich Margarethen und entlastet das Gundeldingerquartier. Machbarkeit und Zweckmässigkeit verschiedener Linienführungen wurden geprüft. Die Linienführung erfolgt in Abstimmung mit der Überarbeitung des Rahmenplans SBB und in Koordination mit dem Kanton Basel-Landschaft.


c) Anschluss Rheinhafen Kleinhüningen an die Nationalstrasse N2

Der Verkehr – zu einem beachtlichen Teil Schwerverkehr – aus dem Hafengebiet Kleinhüningen wird heute über die Neuhausstrasse, die Freiburgerstrasse und das Wiesekreiselsystem an die Nationalstrasse angebunden. Das Wiesekreiselsystem ist bereits heute stark belastet. Mit den Ausbauvorhaben der SBB Cargo AG sowie der DB AG wird die Belastung weiter steigen. Im nördlichen Kleinbasel liegen zudem Entwicklungsgebiete, die in den nächsten Jahren mit neuen Nutzungen belegt werden sollen, die zusätzlichen Verkehr im Wiesekreiselsystem generieren. Mit dem Anschluss des Rheinhafens und der umliegenden Güterbahnareale an die Nationalstrasse kann eine optimale Erschliessungsqualität dieser Infrastrukturanlagen von nationaler Bedeutung auch in Zukunft gewährleistet werden. Die Ausführung des Projekts ist vom ASTRA genehmigt.
 

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