M1.3 Tram
Die Agglomeration Basel verfügt über ein sehr gut ausgebautes Tramnetz auf dem Gebiet des Kantons Basel-Stadt und in Richtung der südlich gelegenen Agglomerationsgemeinden (in BL und SO). Noch stark verbesserungswürdig ist hingegen die Anbindung der benachbarten ausländischen Gemeinden an den Nahverteiler (Tram/Bus); dementsprechend ist die Verlängerung des Tram- und Busnetzes in Richtung der südbadischen und elsässischen Nachbargemeinden zu planen und soweit möglich umzusetzen. Dazu kommt die ÖV-Erschliessung der neuen Stadtentwicklungsgebiete.
Ein weiteres Verbesserungspotenzial besteht in den noch zu prüfenden Verbindungen zwischen dem Kleinbasel und dem etwas peripher liegenden Bahnhof SBB (z.B. Wiedereinführung des Trams auf dem Abschnitt Riehenring / Feldbergstrasse – Johanniterbrücke – Spitäler; Verlegen des Trams in die Spitalstrasse; oder die neue Strecke Spitäler – Spalentor – Heuwaageviadukt – Bahnhof SBB); dies könnte die Grossbasler Innenstadt entlasten.)
Es ist zu prüfen, ob zur besseren Erschliessung des Raums Wolf eine Strecke zwischen der Margarethenbrücke und dem Zeughaus sinnvoll wäre.
Weiter ist zu prüfen, ob im Kanton Basel-Landschaft dichte, arbeitsplatzreiche Gebiete mit einer Tramstrecke deutlich besser erschlossen werden könnten (z.B. durch Verlängerung der Linie 8 in Richtung Allschwil zur Fabrikstrasse und ggf. weiter zum Gewerbegebiet Bachgraben).
Neben dem Streckenausbau ist auch der Leistungsfähigkeit und der Kundenfreundlichkeit von wichtigen Knoten Beachtung zu schenken (z.B. Bahnhof SBB bis Aeschenplatz und Doppelspur Heuwaage bis Zoo).
Strategie / ST
6, 8, 11 und 12
Leitsätze
1, 40, 43 und 44
Ein weiteres Verbesserungspotenzial besteht in den noch zu prüfenden Verbindungen zwischen dem Kleinbasel und dem etwas peripher liegenden Bahnhof SBB (z.B. Wiedereinführung des Trams auf dem Abschnitt Riehenring / Feldbergstrasse – Johanniterbrücke – Spitäler; Verlegen des Trams in die Spitalstrasse; oder die neue Strecke Spitäler – Spalentor – Heuwaageviadukt – Bahnhof SBB); dies könnte die Grossbasler Innenstadt entlasten.)
Es ist zu prüfen, ob zur besseren Erschliessung des Raums Wolf eine Strecke zwischen der Margarethenbrücke und dem Zeughaus sinnvoll wäre.
Weiter ist zu prüfen, ob im Kanton Basel-Landschaft dichte, arbeitsplatzreiche Gebiete mit einer Tramstrecke deutlich besser erschlossen werden könnten (z.B. durch Verlängerung der Linie 8 in Richtung Allschwil zur Fabrikstrasse und ggf. weiter zum Gewerbegebiet Bachgraben).
Neben dem Streckenausbau ist auch der Leistungsfähigkeit und der Kundenfreundlichkeit von wichtigen Knoten Beachtung zu schenken (z.B. Bahnhof SBB bis Aeschenplatz und Doppelspur Heuwaage bis Zoo).
Strategie / ST
6, 8, 11 und 12
Leitsätze
1, 40, 43 und 44
| 1. | Die Traminfrastruktur wird erweitert, wenn es die Nachfrage erfordert und/oder die Netzwirkung verbessert werden kann. Speziell zu berücksichtigen sind dabei die Entwicklungsgebiete; bei allen Planungsarbeiten sollte die Trassesicherung frühzeitig erfolgen. |
| 2. | Für neue Tramstrecken und verbesserte Linienführungen sind sowohl Potenzialstudien durchzuführen als auch die bauliche und betriebliche Machbarkeit zu prüfen. |
| 3. | Der Ausbau von grenzüberschreitenden Tramlinien ist zu fördern |
| 4. | Behinderungen des öffentlichen Verkehr durch den motorisierten Individualverkehr sind zu minimieren. |
| 5. | Der Verkehrsfluss des öffentlichen Verkehrs vor allem in der Innenstadt ist zu verbessern. |
| Örtliche Festlegungen (in Richtplankarte) | Koordinationsstand |
|
a1) Verlängerung Tramlinie 3 nach Saint-Louis |
Festsetzung |
| a2) Verlängerung Tramlinie 11 nach Saint-Louis | Zwischenergebnis |
| a3) Verlängerung Tramlinie 8 nach Weil am Rhein (Friedlingen) | Festsetzung * |
| b) Dreispitz: Tramverbindung durch Wien-Strasse zur Reinacherstrasse (Kantonsgrenze BL/BS) | Zwischenergebnis |
| c) Tramerschliessung Erlenmatt | Festsetzung |
| d) Tramstrecke Erlenmatt - Stücki-Areal - Kleinhüningen (langfristige Trassesicherung) | Vororientierung |
| e) Tramstrecke Claragraben (langfristige Trassesicherung) | Zwischenergebnis |
| f) Tramstrecke Petersgraben (langfristige Trassesicherung) | Vororientierung |
| g) Tramstrecke Margarethenstich (schnelle Direktverbindung Leimental - Bahnhof SBB) | Festsetzung |
| * bis Grenze Ausgangslage |
Bei den Tramprojekten ist wie folgt zu unterscheiden:
- Verlängern von Tramlinien ins Ausland (Massnahmen a)
- Verbessern der ÖV-Anbindung von Entwicklungsgebieten in der Stadt (Massnahmen b bis d)
- Erhöhen der Flexibilität der Innenstadterschliessung (Massnahmen e und f)
- Verbessern der Verbindung zwischen dem Leimental und dem Bahnhof SBB (Massnahme g)
a1 bis a3) Verlängerung der Tramlinien 3 und 11 nach Saint-Louis sowie der Tramlinie 8 nach Weil am Rhein (Friedlingen)
Der Modal Split ist grenzüberschreitend wesentlich tiefer als zwischen der Stadt und den Agglomerationsgemeinden in der Schweiz, was teilweise mit dem schlechteren ÖV-Angebot zusammenhängt. Mit neuen Tramlinien in die dichtbesiedelten und nahen Städte Bourgfelden, Saint-Louis und Weil am Rhein sollen attraktive ÖV-Verbindungen geschaffen werden, welche zu einer deutlichen Erhöhung der ÖV-Fahrten führen würden.
b) Dreispitz: Tramverbindung durch Wien-Strasse zur Reinacherstrasse (Kantonsgrenze BL/BS)
Diese Variante ist im Rahmen der Entwicklungsplanung Dreispitz geprüft worden und wird zurzeit weiterverfolgt; aus Sicht ÖV ist eine reine Stichlinie betrieblich und finanziell unattraktiv, weshalb die Verlängerung via Motorfahrzeugprüfstation bis Heiligholz (Anschluss an die Linie 11) erforderlich ist.
c) Tramerschliessung Erlenmatt
Das Areal Erlenmatt wird heute durch eine Buslinie erschlossen. Durch die Weiterentwicklung der Erlenmatt ist künftig eine Tramerschliessung am Rande des Areals vorgesehen. Diese führt vom Badischen Bahnhof über die Schwarzwaldallee und die Erlenstrasse zum Riehenring, ab Brombacherstrasse wird die neue Strecke entweder im Riehenring zum Wiesekreisel oder als Stichstrecke in den nördlichen Teil des Areals Erlenmatt geführt. Eine Variante Tramschlaufe – wie in Betracht gezogen – wäre dort nach heutiger Zonenordnung (Grünzone, Naturschutzgebiet) nicht möglich.
d) Tramstrecke Erlenmatt - Stücki-Areal - Kleinhüningen (langfristige Trassesicherung)
Mit dem neuen Einkaufszentrum «Stücki» und weiteren Neu- bzw. Umnutzungen wird es erforderlich, die ÖV-Erschliessung im Raum des Stücki-Areals zu verbessern, indem das Tram vom Areal Erlenmatt (Massnahme c) durch die Hochbergerstrasse bis nach Kleinhünigen weitergeführt wird.
e) Tramstrecke Claragraben (langfristige Trassesicherung)
Mit der Tramstrecke Claragraben, die den Claraplatz mit dem Wettsteinplatz verbindet, könnte die Grossbasler Innenstadt entlastet und der Raum Claraplatz besser und schneller mit dem Grossbasel (insbesondere mit dem Bahnhof SBB und dem Aeschenplatz) verbunden werden.
f) Tramstrecke Petersgraben (langfristige Trassesicherung)
Diese Tramstrecke von der Universität zum Totentanz durch den Petersgraben (Eingang zum Kantonsspital) könnte der besseren Erschliessung der Universität und der Entlastung der Innenstadt dienen und im Störungsfall bisher fehlende Umleitungsmöglichkeiten anbieten.
g) Tramstrecke Margarethenstich (schnelle Direktverbindung Leimental – Bahnhof SBB)
Zur besseren Anbindung des Leimentals an den Bahnhof SBB wird die Verbindung von der Haltestelle Dorenbach der Tramlinie 10 über den Margarethenstich zur Haltestelle Margarethen (Linie 2) geschaffen. Dieses Vorhaben wird mit dem Nationalstrassenvorhaben A2 / Abschnitt 7 koordiniert.
Der Modal Split ist grenzüberschreitend wesentlich tiefer als zwischen der Stadt und den Agglomerationsgemeinden in der Schweiz, was teilweise mit dem schlechteren ÖV-Angebot zusammenhängt. Mit neuen Tramlinien in die dichtbesiedelten und nahen Städte Bourgfelden, Saint-Louis und Weil am Rhein sollen attraktive ÖV-Verbindungen geschaffen werden, welche zu einer deutlichen Erhöhung der ÖV-Fahrten führen würden.
b) Dreispitz: Tramverbindung durch Wien-Strasse zur Reinacherstrasse (Kantonsgrenze BL/BS)
Diese Variante ist im Rahmen der Entwicklungsplanung Dreispitz geprüft worden und wird zurzeit weiterverfolgt; aus Sicht ÖV ist eine reine Stichlinie betrieblich und finanziell unattraktiv, weshalb die Verlängerung via Motorfahrzeugprüfstation bis Heiligholz (Anschluss an die Linie 11) erforderlich ist.
c) Tramerschliessung Erlenmatt
Das Areal Erlenmatt wird heute durch eine Buslinie erschlossen. Durch die Weiterentwicklung der Erlenmatt ist künftig eine Tramerschliessung am Rande des Areals vorgesehen. Diese führt vom Badischen Bahnhof über die Schwarzwaldallee und die Erlenstrasse zum Riehenring, ab Brombacherstrasse wird die neue Strecke entweder im Riehenring zum Wiesekreisel oder als Stichstrecke in den nördlichen Teil des Areals Erlenmatt geführt. Eine Variante Tramschlaufe – wie in Betracht gezogen – wäre dort nach heutiger Zonenordnung (Grünzone, Naturschutzgebiet) nicht möglich.
d) Tramstrecke Erlenmatt - Stücki-Areal - Kleinhüningen (langfristige Trassesicherung)
Mit dem neuen Einkaufszentrum «Stücki» und weiteren Neu- bzw. Umnutzungen wird es erforderlich, die ÖV-Erschliessung im Raum des Stücki-Areals zu verbessern, indem das Tram vom Areal Erlenmatt (Massnahme c) durch die Hochbergerstrasse bis nach Kleinhünigen weitergeführt wird.
e) Tramstrecke Claragraben (langfristige Trassesicherung)
Mit der Tramstrecke Claragraben, die den Claraplatz mit dem Wettsteinplatz verbindet, könnte die Grossbasler Innenstadt entlastet und der Raum Claraplatz besser und schneller mit dem Grossbasel (insbesondere mit dem Bahnhof SBB und dem Aeschenplatz) verbunden werden.
f) Tramstrecke Petersgraben (langfristige Trassesicherung)
Diese Tramstrecke von der Universität zum Totentanz durch den Petersgraben (Eingang zum Kantonsspital) könnte der besseren Erschliessung der Universität und der Entlastung der Innenstadt dienen und im Störungsfall bisher fehlende Umleitungsmöglichkeiten anbieten.
g) Tramstrecke Margarethenstich (schnelle Direktverbindung Leimental – Bahnhof SBB)
Zur besseren Anbindung des Leimentals an den Bahnhof SBB wird die Verbindung von der Haltestelle Dorenbach der Tramlinie 10 über den Margarethenstich zur Haltestelle Margarethen (Linie 2) geschaffen. Dieses Vorhaben wird mit dem Nationalstrassenvorhaben A2 / Abschnitt 7 koordiniert.
