M1.2 Regio-S-Bahn
Die Regio-S-Bahn mit einem Liniennetz, das von Basel aus alle drei Länder erschliesst, bildet das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in der grenzüberschreitenden Agglomeration Basel. Zumeist verkehrt sie auf Strecken, die auch dem Personenfern- und dem Güterverkehr dienen; angesichts der kontinuierlich steigenden Nachfrage sind Angebotsverbesserungen geplant; sie bedingen jedoch einen Ausbau der Infrastruktur. Das Fahrplanangebot und den entsprechend erforderlichen Infrastrukturbedarf festzustellen ist Gegenstand eines Planungsauftrages zwischen den SBB und den Nordwestschweizer Kantonen.
Mit neuen S-Bahn-Haltestellen kann die Erschliessung bestehender oder neuer Quartiere/Entwicklungsschwerpunkte deutlich verbessert werden.
Einen Quantensprung würde der Innenstadttunnel (Herzstück) bewirken, bei welchem die S-Bahn-Züge die Innenstadt in einem Tunnel zwischen den Basler Bahnhöfen durchqueren würden.
Strategie / ST
6, 8, 11 und 12
Leitsätze
1, 40, 42, 43 und 44
Mit neuen S-Bahn-Haltestellen kann die Erschliessung bestehender oder neuer Quartiere/Entwicklungsschwerpunkte deutlich verbessert werden.
Einen Quantensprung würde der Innenstadttunnel (Herzstück) bewirken, bei welchem die S-Bahn-Züge die Innenstadt in einem Tunnel zwischen den Basler Bahnhöfen durchqueren würden.
Strategie / ST
6, 8, 11 und 12
Leitsätze
1, 40, 42, 43 und 44
| 1. | Die Schieneninfrastruktur wird erweitert, wenn es die Nachfrage erfordert und/oder die Netzwirkung verbessert werden kann. Speziell zu berücksichtigen sind dabei die Entwicklungsgebiete. |
| 2. | Das Angebot im Regio-S-Bahnnetz wird weiter entwickelt, um den Modal Split-Anteil zugunsten des ÖV im Regionalverkehr zu erhöhen sowie die regionale Erschliessungsqualität und die Verknüpfung mit Tram, Bus und Langsamverkehr zu optimieren. Für die geplanten S-Bahn-Haltestellen sind sowohl Potenzialstudien durchzuführen als auch die bauliche und betriebliche Machbarkeit zu prüfen. |
| 3. | Die Planungen zum Regio-S-Bahn Innenstadttunnel (Herzstück) sind zu vertiefen. |
| Örtliche Festlegungen (in Richtplankarte) | Koordinationsstand |
| a) Regio-S-Bahn Innenstadttunnel (Herzstück): Sichern der Option (Trassesicherung) | Zwischenergebnis |
| b) S-Bahn-Haltestelle Breite / Wettstein | Vororientierung |
| c) S-Bahn-Haltestelle Morgarten | Vororientierung |
| d) S-Bahn-Haltestelle Stettenfeld | Vororientierung |
Massnahmen / Details zu den örtlichen Festlegungen
a) Regio-S-Bahn Innenstadttunnel (Herzstück): Sichern der Option (Trassesicherung)
Eine längerfristige Massnahme zur Verbesserung des regionalen ÖV-Angebotes bildet das Vorhaben «Regio-S-Bahn Innenstadttunnel (Herzstück)», ein Eisenbahntunnel unter der Basler Innenstadt vom Bahnhof SBB zum Badischen Bahnhof, der das Einrichten von grenzüberschreitenden Durchmesserlinien erlauben würde; dazu sind im Rahmen der Zweckmässigkeitsprüfung (ZMP) zwei Varianten untersucht worden:
a) Regio-S-Bahn Innenstadttunnel (Herzstück): Sichern der Option (Trassesicherung)
Eine längerfristige Massnahme zur Verbesserung des regionalen ÖV-Angebotes bildet das Vorhaben «Regio-S-Bahn Innenstadttunnel (Herzstück)», ein Eisenbahntunnel unter der Basler Innenstadt vom Bahnhof SBB zum Badischen Bahnhof, der das Einrichten von grenzüberschreitenden Durchmesserlinien erlauben würde; dazu sind im Rahmen der Zweckmässigkeitsprüfung (ZMP) zwei Varianten untersucht worden:
- Mitte: Bahnhof SBB – Marktplatz – Claraplatz – Badischer Bahnhof
- Nord: Bahnhof SBB – Marktplatz – Bahnhof St.Johann – Klybeck – Badischer Bahnhof (als Untervariante nur der Abschnitt zwischen dem Bahnhof St.Johann und dem Badischen Bahnhof)
Gemäss dem RRB Nr. 07/33/32 vom 23. Oktober 2007 soll die Variante Mitte in erster Priorität weiterverfolgt werden. Die unterirdischen Abschnitte Marktplatz – Bahnhof St.Johann (Variante Ypsilon) und Bahnhof St.Johann – Basel Nord – Badischer Bahnhof sind als Optionen für spätere Realisierungsphasen zu berücksichtigen und offen zu halten.
b) S-Bahn-Haltestelle Breite / Wettstein
Kurzfristig sind Machbarkeit und Potenzial einer S-Bahn-Haltestelle Breite / Wettstein zu prüfen. Entweder
a) auf der Eisenbahnbrücke oder
b) in der Breite.
Bei a) könnten gleichzeitig beide Rheinufer mit relativ kurzen Fusswegen erschlossen werden; dies betrifft im Kleinbasel das Areal der Roche und neu geplante Wohngebiete rheinaufwärts, linksufrig das Basler Quartier Breite sowie dicht besiedelte Teile von Birsfelden. Zudem ergeben sich zahlreiche Umsteigebeziehungen mit Tram und Bus beidseits des Rheins. Aufgrund der Tatsache, dass die Eisenbahnbrücke bereits bewilligt ist, handelt es sich um ein langfristiges Vorhaben.
Bei b) könnten das Basler Quartier Breite sowie dicht besiedelte Teile von Birsfelden erschlossen werden. Zudem ergeben sich zahlreiche Umsteigebeziehungen mit Tram und Bus.
c) S-Bahn-Haltestelle Morgarten
Die S-Bahn-Haltestelle Morgarten würde im Einschnitt der Strecke von Bahnhof SBB nach Saint-Louis – Mulhouse erstellt (Situation vergleichbar mit der S-Bahn-Haltestelle Dreispitz). Im Umfeld der Haltestelle besteht ein Einzugsbereich mit relativ hoher Einwohnerdichte. Umsteigebeziehungen mit sehr kurzen Wegen wären zur Tramlinie 6 (Verbesserung der Anbindung von Allschwil an den Bahnhof SBB) und zur Busringlinie 36 möglich. Zudem könnten ggf. Synergieeffekte mit der allfälligen Erweiterung des Tramdepots Morgartenring genutzt werden. Die Kompatibilität einer Haltestelle Morgarten mit einem möglichen Vierspurausbau zwischen Bahnhof SBB und Bahnhof St. Johann dürfte laut SBB kritisch sein.
d) S-Bahn-Haltestelle Stettenfeld
Mit einer neuen S-Bahn-Haltestelle könnten die geplanten Wohnquartiere in Riehen und Lörrach besser erschlossen werden; die Lage (in CH, D oder auf der Grenze) und das Potenzial der Haltestelle sind zu prüfen.
b) S-Bahn-Haltestelle Breite / Wettstein
Kurzfristig sind Machbarkeit und Potenzial einer S-Bahn-Haltestelle Breite / Wettstein zu prüfen. Entweder
a) auf der Eisenbahnbrücke oder
b) in der Breite.
Bei a) könnten gleichzeitig beide Rheinufer mit relativ kurzen Fusswegen erschlossen werden; dies betrifft im Kleinbasel das Areal der Roche und neu geplante Wohngebiete rheinaufwärts, linksufrig das Basler Quartier Breite sowie dicht besiedelte Teile von Birsfelden. Zudem ergeben sich zahlreiche Umsteigebeziehungen mit Tram und Bus beidseits des Rheins. Aufgrund der Tatsache, dass die Eisenbahnbrücke bereits bewilligt ist, handelt es sich um ein langfristiges Vorhaben.
Bei b) könnten das Basler Quartier Breite sowie dicht besiedelte Teile von Birsfelden erschlossen werden. Zudem ergeben sich zahlreiche Umsteigebeziehungen mit Tram und Bus.
c) S-Bahn-Haltestelle Morgarten
Die S-Bahn-Haltestelle Morgarten würde im Einschnitt der Strecke von Bahnhof SBB nach Saint-Louis – Mulhouse erstellt (Situation vergleichbar mit der S-Bahn-Haltestelle Dreispitz). Im Umfeld der Haltestelle besteht ein Einzugsbereich mit relativ hoher Einwohnerdichte. Umsteigebeziehungen mit sehr kurzen Wegen wären zur Tramlinie 6 (Verbesserung der Anbindung von Allschwil an den Bahnhof SBB) und zur Busringlinie 36 möglich. Zudem könnten ggf. Synergieeffekte mit der allfälligen Erweiterung des Tramdepots Morgartenring genutzt werden. Die Kompatibilität einer Haltestelle Morgarten mit einem möglichen Vierspurausbau zwischen Bahnhof SBB und Bahnhof St. Johann dürfte laut SBB kritisch sein.
d) S-Bahn-Haltestelle Stettenfeld
Mit einer neuen S-Bahn-Haltestelle könnten die geplanten Wohnquartiere in Riehen und Lörrach besser erschlossen werden; die Lage (in CH, D oder auf der Grenze) und das Potenzial der Haltestelle sind zu prüfen.
